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Mo, 14.06.
Lernen von Pjöngjang? Öffentliches Seminar (18–20 Uhr)
Eröffnung der Ausstellung (20–22 Uhr)

Do, 24.06., 19.30 Uhr
Lonely Planet Nordkorea. Screening

Sa, 26.06, 19.30 Uhr
laden_plus präsentiert: COPY (THIS) MAGAZINE

So, 27.06, 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung
- - entfällt

Fr, 16.07., 15.30 Uhr
Bürokratie und Kult
Führung durch das NS-Parteizentrum am Königsplatz

Do, 22.07, 19.30 Uhr
Debattierclub der urbanauten
„Public Space open till 8 p.m.“
Martin Klamt über die Strategie, Räume ohne Türen zu schließen

Fr, 23.07., 19.30 Uhr
Debattierclub der urbanauten
MACHT!
Heinz Schütz über Stadt-Inszenierung von oben und künstlerische Anarchie von unten



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pressetext Lernen von Pjöngjang (pdf)
Lernen von Pjöngjang
Mit Kim Jong Il, Fabian Hesse, Robert Stark, Ulla von Brandenburg,
Arno Brandlhuber, Martin Eberle, Stefan Schneider, Christian Posthofen
Projektfenster apollo13: Martin F. Spengler


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17. Juni – 24. Juli 2010 | Do, Fr, Sa 16 - 19 Uhr
Sonderöffnung zur Münchner Architekturwoche (16. – 24. Juli): täglich 16 – 19 Uhr

Eröffnung am Montag, 14. Juni 2010
Öffentliches Seminar 18-20 Uhr
Eröffnung der Ausstellung 20-22 Uhr

Kuratiert von Christian Hartard
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zum reinhören
Signale der Präsenz im Stadtraum
Zur Ausstellung Lernen von Pjöngjang. Wilhelm Warning im Gespräch mit Christian Posthofen.
Bayern 2 Kulturwelt vom 15. Juni 2010
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Pjöngjang – die nach außen weitgehend abgeschottete nordkoreanische Hauptstadt ist das
hässliche Zerrbild der postmodernen Utopie: eine aus Versatzstücken der Weltarchitektur
zusammengebastelte Stadt der Oberfläche, der Simulation, der Fassade. In Kim Jong Ils
stalinistischem Unterdrückungs­system wird Architektur zur Kulisse eines Theaterstücks,
das den einzelnen Menschen zum Statisten einer totalen Inszenierung degradiert:
eine Freiheit der Formen ohne Freiheit des Individuums.

Pjöngjang freilich mag eines der bizarrsten, vielleicht auch eines der naivsten Beispiele sein für
den Versuch, Architektur als Kontroll- und Erziehungsmittel zu verwenden – ein bloß exotischer
Sonderfall ist die nordkoreanische Metropole indes nicht: sie ist gleichzeitig Chiffre für die
versteckten Herrschafts- und Machtstrukturen des Städtebaus schlechthin.

Denn jede Architektur ist Form, die formt.

Lernen von Pjöngjang präsentiert eine audiovisuelle Installation von Arno Brandlhuber,
Martin Eberle, Stefan Schneider und Christian Posthofen
, die Ausschnitte aus der Schrift
Über die Baukunst des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Il mit Eindrücken aus der
Lebenswirklichkeit des Landes kon­frontiert. Fabian Hesse reagiert auf die Zumutung hohler
Repräsentationsgesten mit einer bewusst ver­gänglichen, provisorischen Anti-Architektur, die
der Dokumentation das räumliche Setting gibt. Ästheti­sche Gegenstrategien proben auch die
Menschen in Ulla von Brandenburgs Singspiel: eingeschlos­sen in das Gehäuse von Le Corbusiers
Villa Savoye, einer Ikone des Funktionalismus, setzen sie die Fragilität, Flüchtigkeit und Poesie
der menschlichen Stimme gegen die emotionslose Nüchternheit und Kühle der Architektur. Ihr Gesang
wird zum Exorzismus – und zum Versuch eines gemeinschaftsstiften­den Tuns, das aus isolierten
Individuen ein soziales Ganzes schaffen soll. Die weißen Raumkörper Robert Starks schließlich
sind als reine Objekte ebenso lesbar wie als abstrahierte Architekturmodelle, die zwischen
Miniaturhaftigkeit und Monumentalität pendeln. In der ideologischen Uneindeutigkeit, mit der sie
sich aus dem Fundus architektonischer Archetypen bedienen, stellen sie u.a. die Frage nach Schuld
und Unschuld architektonischer Formen und nach den Möglichkeiten ihrer weltanschaulichen
Aufladung und Umwertung.

Parallel zur Ausstellung bespielt Martin F. Spengler das Projektfenster apollo13
(immer einsehbar).

In Kooperation mit den urbanauten.



Eröffnung

Montag, 14. Juni 2010 | akademie c/o lothringer13
Lernen von Pjöngjang? Zur Lesbarkeit der Raumproduktion in Nordkorea 18 – 20 Uhr
Öffentliches Seminar in Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
Mit Arno Brandlhuber, Martin Eberle, Stefan Schneider und Christian Posthofen

Kimilsungia | Performance-Lesung mit Texten von Kim Jong Il
Nicht dermaßen regiert werden | Vortrag von Christian Posthofen

Kim Jong Il hat, glaubt man seinem Propaganda-Apparat, viele Talente: neben seiner Tätigkeit als
nordkoreanischer Diktator ist er unter anderem Mode-Ikone, bester Golfspieler der Welt, aber auch
durch einschlägige Publikationen ausgewiesener Filmkenner, Blumenexperte und oberster Architekt
seines Landes. Arno Brandlhuber, Stefan Schneider und Martin Eberle beschäftigen sich in ihrer
performativen Lesung mit zwei Schriften Kim Jong Ils: dem Traktat Über die Baukunst und der
Abhandlung Kimilsungia. Während der erste Text in aller Ungeschminktheit schildert, wie die
Architektur Pjöngjangs vor den stalinistischen Propagandakarren gespannt wird, beschreibt der andere
eine überraschend subtile Art des Personenkults: wird doch die Tapezierung der Stadt mit
Führerbildnissen zunehmend durch die Omnipräsenz von Orchideen und Begonien ersetzt, die den
Staatschef und seinen Vater Kim Il Sung verkörpern. Beton und Botanik disziplinieren den
öffentlichen Raum.

Arno Brandlhuber ist Architekt und Professor am Masterstudiengang Architektur und Stadtforschung an
der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Er ist Mitinitiator der Reihe Akademie c/o Temporäre Kunsthalle,
die sich seit 2008 in Vorträgen und Seminaren der Raumproduktion der Berliner Republik widmet.
Martin Eberle ist Photograph. Von ihm erschienen u.a. die Bücher Pyongyang (2008) und
Temporary Spaces (2001). Stefan Schneider ist Photograph und Musiker, Ex-Bassist der
Elektro-Band Kreidler und aktuell aktiv bei To Rococo Rot und Mapstation.
Christian Posthofen ist Theoretiker, Mitbegründer der Akademie c/o Temporäre Kunsthalle und
Geschäftsführer der Buchhandlung Walther König in Berlin. Er lehrt am Masterstudiengang Architektur und
Stadtforschung in Nürnberg.Kim Jong Il ist Diktator.

Eröffnung der Ausstellung 20 – 22 Uhr

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Veranstaltungen

Donnerstag, 24. Juni 2010, 19.30 Uhr | Screening
Lonely Planet Nordkorea
Willkommen in Nordkorea. Dokumentation von Peter Tetteroo und Raymond Feddema, 2001, 53 min.

„Nordkorea ist kein Staat, Nordkorea ist eine Absurdität des realen Lebens. Nichts ist wirklich,
alles ist Blendwerk. Kein architektonisches Verbrechen in diesem Land, das nicht von der Blüte der
marxistisch-leninistischen Diktatur erzählen soll; und unweigerlich vom Gegenteil zeugt. Nordkorea
ist ein überdimensioniertes Theater, indem ein ganzes Volk zum Statisten verdammt ist und dem schlechten
Schauspiel freudestrahlend beiwohnen soll.“ (Thomas Hummitzsch).

Willkommen in Nordkorea erhielt 2001 den Emmy Award als bester Dokumentarfilm.

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Sonntag, 27. Juni 2010, 15 Uhr | Führung
Lernen von Pjöngjang: Führung durch die Ausstellung
mit Christian Hartard und Verena Seibt
- - entfällt

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Freitag, 16. Juli 2010, 15.30 Uhr | In Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Bürokratie und Kult
Das NS-Parteizentrum am Königsplatz | Führung mit Dr. Iris Lauterbach

Das Parteizentrum der NSDAP am Königsplatz war das erste große Bauprojekt der Nationalsozialisten in
Deutschland. Durch die Errichtung von vier neoklassizistischen Bauten sowie die Umgestaltung des
Königsplatzes nach Plänen von Paul Ludwig Troost entstand bis 1937 ein monumentales Forum der Bürokratie
und des Kults. Während im „Verwaltungsbau der NSDAP“ (heute Zentralinstitut für Kunstgeschichte) unter
der Leitung des Reichsschatzmeisters das Parteivermögen kontrolliert und die Kartei der über sieben
Millionen Parteimitglieder geführt wurde, diente der „Führerbau“ (heute Musikhochschule) Adolf Hitler
und seinem Stellvertreter als repräsentativer Amtssitz. Auf dem Königsplatz selbst markierten die beiden
„Ehrentempel“ für die Toten des gescheiterten Hitler-Putsches von 1923 und die Pflasterung mit
Granitplatten die Dimension des massiven städtebaulichen Eingriffs: Der klassizistische Königsplatz
wandelte sich zum Kultort für die zu nationalen Märtyrern stilisierten Putschisten und zur Kulisse
für die Massenaufmärsche der NSDAP.

Treff: Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Foyer, Katharina-von-Bora-Str. 10 (ehem. Meiserstr.)

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Donnerstag, 22. Juli 2010, 19.30 Uhr | Erster Debattierclub der urbanauten
„Public Space open till 8 p.m.“
Martin Klamt über die Strategie, Räume ohne Türen zu schließen

Das vieldiskutierte „Right to the city“ gilt nicht für alle und keineswegs überall; das Ideal der
Agora, auf der jeder gesehen und gehört oder auch nur geduldet wird, ist häufig eher Utopie als
Realität. Politisch, ökonomisch und sozial motivierte Strategien des Ein- und Ausschlusses bestimmter
Personen werden vielfach durch Planung und Gestaltung städtischer Räume vollzogen und überhaupt erst
ermöglicht. Martin Klamt zeigt ein Spektrum solcher städtebaulicher und architektonischer Techniken
auf, das zwischen Planungsleitbildern, baulichen Grenzen und rechtlichen Verboten oszilliert. Der Fokus
richtet sich dabei auf die oft sehr subtile Wirkung des Raums auf die alltägliche Nutzung der Stadt

Ab 19 Uhr parallel in der Lothringer13/Halle und im spiegel: Eröffnung der Ausstellung Cityscale

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Freitag, 23. Juli 2010, 19.30 Uhr | Zweiter Debattierclub der urbanauten
MACHT!
Dr. Heinz Schütz über Stadt-Inszenierung von oben und künstlerische Anarchie von unten

Der Stadtraum ist immer auch ein Raum der Macht. Von totalitären Regimen wird er von oben inszeniert, von
Künstlern immer wieder von unten sabotiert. Im scheinbar ideologiefreien und als demokratisch postulierten
Raum agieren naturalisierter Kapitalismus und Medien als neu-alte Mächte. Wo bleibt ein Spielraum?

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Weitere Veranstaltung im Ausstellungszeitraum

Samstag, 26. Juni 2010, 19.30 Uhr | im Rahmen der Reihe laden_plus
COPY (THIS) MAGAZINE
Ein Abend zum und mit dem Designkulturfanzine Copy
Mit Sarah Owens und Birgit Merk. Special guest: Danijel Zambo

Copy wurde 2005 in London gegründet, um jungen Designern, Künstlern und Kritikern eine Möglichkeit zu bieten,
abseits vom publizistischen Mainstream zu veröffentlichen. Thematisiert wurden dabei bevorzugt die Kultur
des Kopierens und deren Produkte: Duplikate, Fälschungen, Doppelgänger. Anlässlich des Erscheinens der
letzten Ausgabe lädt Copy dazu ein, das Fanzine mittels Schere, Kleber, Kopierer und einer anständigen Portion
Handarbeit unsterblich zu machen: Copy this magazine!

Sarah Owens hat Copy gestaltet und herausgegeben. Sie ist Designerin und Designtheoretikerin, lebt in Zürich
und befasst sich in ihrer Freizeit mit allem außer Design. Birgit Merk hat als freie Autorin an Copy mitgewirkt.
Sie ist Diplom-Designerin, tätig als Texterin/Konzeptionerin, fotografiert gern und verfolgt noch andere Ideen.

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KÜNSTLER

Fabian Hesse (*Augsburg 1980) studiert seit 2004 bei Olaf Metzel an der Münchner Kunstakademie. Mitglied der
forschungsgruppe_f (Ausstellung im Kunstraum München 2009), Teilnahme an zahlreichen Ausstellungen, so
Fancity 2008 (Shedhalle Zürich, 2008), Crossing Munich (Rathausgalerie München, 2009), Open City - Parallel Cases
(4. Internationale Architekturbiennale Rotterdam, 2009/2010).

„Hesse nimmt minimale Veränderungen im Stadtgebiet vor mit umsonst und frei verfügbaren Materialien, die er danach
wieder sich selbst überlässt. Eine Dokumentation des Geschehens verdichtet und verörtlicht er in einer Installation,
für die er dieselben Parameter nutzt.“ (Georg Fischer zu Hesses Arbeit Brügge for free, 2008, im Forum+ des
Groeningenmuseums Brügge)

Ulla von Brandenburg (*Karlsruhe 1974) studierte Szenographie und Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung
Karlsruhe und Freie Kunst an der Kunsthochschule Hamburg. Ausstellungsbeteiligungen u.a. Biennale Venedig 2009,
Triennale Turin 2008, Triennale Yokohama 2008, Biennale Jerusalem 2008, The Wizard Of Oz (Wattis Institute for
Contemorary Art San Francisco, 2008), The World As A Stage, (Tate Modern London, 2007). Einzelausstellungen u.a.:
Plateau Paris (2009), Chisenhale Gallery London (2009), Irish Museum of Modern Art Dublin (2008), Kunstverein
(2008), Produzentengalerie Hamburg (2007).

„Ulla von Brandenburgs Filme, Papierarbeiten, Rauminstallationen und Performances operieren mit Posen und Gesten
aus dem visuellen Fundus des Theaters, der Fotografie, des Zirkus und der Kunstgeschichte, die sie in ihren
Arbeiten zu Bildern montiert und collagiert. Es geht dabei nicht um das historische Zitat als solches, sondern
um gesellschaftliche Regelhaftigkeiten und Konstellationen, die diese immer auch als formalisiert eingefrorene
und an ihrer Unbeweglichkeit scheiternde Formen erfahrbar machen.“ (Pressetext zur Einzelausstellung in der
Kunsthalle Zürich, 2006)

Robert Stark (*Augsburg 1974) studierte 1998-2004 an der Münchner Kunstakademie bei Nikolaus Gerhart
und Hermann Pitz, 2000 Studienaufenthalt in Helsinki (University of Art and Design und Academy of Arts).
2009 Kunstförderpreis der Stadt Augsburg. 2009 / 2010 war er Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses
Villa Concordia, Bamberg, derzeit ist er Artist in Residence des Künstlerhauses NAIRS in Scuol, Graubünden.
Ausstellungsbeteiligungen u.a. Dragged down into lowercase (Sommerakademie im Zentrum Paul Klee Bern, 2008),
Die ersten Jahre der Professionalität 27 (Galerie der Künstler München, 2008), Die Gegenwart des Vergangenen –
Strategien im Umgang mit sozialistischen Repräsentationsarchitektur (Forum für Wissenschaft und Kunst
Leipzig, 2007), Schwarz Brot Gold (Kunstverein Oldenburg, 2005).

„Robert Stark schafft insbesondere Plastiken und Installationen, die sich auf architektonische Formen und
Elemente beziehen. Dabei setzt er sich unter anderem mit der Geschichte der Architektur sowie ihrer Rolle
in verschiedenen politischen Systemen auseinander.“ (www.villa-concordia.de)

Martin F. Spengler (*Köln 1974) studierte seit 2003 an der Kunsthochschule Bremen, 2006-2007 bei
Manfred Pernice an der Wiener Kunstakademie, 2008-2009 bei Karin Kneffel an der Kunstakademie München
(Meisterschüler). Ausstellungsbeteiligungen u.a. Optical Shift – Illusion und Täuschung (b-05 Kunst- und
Kulturzentrum Montabaur, 2010), Die unsichtbare Hand (Städtische Galerie Delmenhorst, 2009), sweet dreams
(Städtische Galerie Delmenhorst, 2008), Internationale Triennale für Zeitgenössische Kunst Prag (2008),
Kunstsommer 2008 (Kunstverein Oberhausen, 2008), Am Ende Kunst (Dom St. Petri Bremen, 2006).
Einzelausstellungen: Rauschen (rahncontemporary Zürich, 2010), Schnitte (Künstlerverein Malkasten
Düsseldorf, 2008), Kartonagen (Kunstverein Achim, 2008).

Bekannt geworden ist Martin F. Spengler durch ebenso filigrane wie oftmals raumgreifend dimensionierte
Reliefs aus Wellpappe, die in billigem Material, aber nobilitiert durch puristische Farbgebung und
handwerkliche Präzision die Ränder der Stadt in den Blick nehmen: die Fassaden des sozialen Wohnungsbaus,
Trabantensiedlungen, Autobahnkleeblätter. Er zeigt und seziert Odnungsstrukturen, in denen sich das
Individuelle im Massenhaften verliert und architektonische Formen, funktionale Apparaturen, aber auch
einzelne Menschen sich im Ornament auflösen.















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