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dynamo „the ventilator dialogues” im rahmen der ausstellung "soundscapes" im lothringer13/laden

Pressetext soundscapes


[ dy'na:mo ] the ventilator dialogues

(kinetische Licht – Klanginstallation München 2008: 8 Ventilatoren, 8 Leuchtstoffröhren/ 16 Kontaktmikrophone/ 16 Lautsprecher/ Computersteuerung/ Klangregler/ Relais)

8 Leuchtstoffröhren und 8 handelsüblichen Computer-Ventilatoren bilden den Ausgangspunkt für den Sound-Parcours der Wiener Künstlergruppe [ dy'na:mo ] im Münchner laden/lotrhringer13. Die von der Decke abgehängten Ventilatoren schalten sich in unregelmäßigen zeitlichen Intervallen ein und setzen sich so in unterschiedlichen Intensitäten kreisend-schwingend in Bewegung. Aspekte der Intentionalität treffen durch den Impuls der Bewegung im Raum auf Aspekte der Nicht-Intentionaltität. Die am Boden positionierten Leuchtstoffröhren reagieren auf die Sounds der Ventilatoren und antworten mit verschiedenen rhythmischen Ein- und Ausschaltsequenzen. Die beiden Ebenen kommunizieren miteinander, durch eine interaktive Computersteuerung entsteht ein nie enden wollenden Dialog zwischen im Raum kreisenden Ventilatoren-Sounds und blinkende-tönenden Leuchtstoffröhren.

Die mit Computer-Ventilatoren und Leuchtstoffröhren realisierte Klanginstallation setzt sich mit den Themen Raumklang bzw. Mehrkanal-Klang auseinander und beschreibt eine in ihrem „Ausgang“ und Verlauf unvorhersehbare, weil interaktive, Kommunikation der beiden „Geräte-Gruppen“ (Ventilatoren-Leuchtstoffröhren), und lässt sich durch den gleichzeitig stattfindenden Dialog mit den architektonischen Strukturen vor Ort als begehbare Skulptur von diffenzierten Field-Recordings erfahren. Das durch den Ein- und Ausschaltmechanismus der Leuchtstoffröhen ausgelöste Klicken, wird zum Soundmaterial für die Komposition des Soundobjekts, formt durch die Interaktion mit den Computer Ventilatoren die Soundskulptur. Wie stark elektronische, digitale und analoge Technologien zusammenwirken und der konzeptualistische Zugang von Sound als Geräusch ebenso von Relevanz ist, zeigt dieses aktuelle Projekt von [dy'na:mo] durch das Zusammenspiel mit der Architektur vor Ort, die den Geräuschpegel mitträgt. Ein strukturell identifizierendes Denken orientiert sich visuell zugänglicher an den dem Auge gelieferten Images und Bildern, während das Ohr die Informationen an ein dynamisches und assoziierendes Denken weiterleitet. Als Produzenten neuer elektronischer Klangerzeugungsverfahren und analoger Transfers appellieren [ dy'na:mo ] an dieses Differenzierungsvermögen. Infolgedessen entstehen neue Begrifflichkeiten wie Fluktuationsklang, Texturklang und Strukturklang.

[ dy'na:mo ] - KURZBIO

sind Martin Wagner, Joachim Bock und Martin Moser. (alle 3 arbeiten und leben in Wien, alle 3 Studium an der Universitaet f. Angewandte Kunst Lehrkanzel für medienübergreifende Bild, Ton- und Raumgestaltung) Die Gruppe realisiert seit 1998 Klang- und Lichtinstallationen mit Schwerpunkt auf Mehrkanaltechnik in Installationen und Live-Performances, sowie Interventionen im öffentlichen Raum zuletzt u.a. im Wiener Künstlerhaus, Museumsquartier Wien, im Mumok Wien, Im Salzburger Museum der Moderne , in Tschechien, London, Berlin oder mehrmals beim steirischen herbst. In ihren Soundperformances bewegt sich [ dy'na:mo ] an der Schnittstelle zwischen Klanginstallation, elektronischem Live-Act und zeitgenössischer Kunst. Das Experiment mit dem architektonischen Raum und die Verteilung und Bewegung von Sound auf bis zu sechzehn im Raum installierten Lautsprechern bildet dabei die fixe Konstante ihrer Auftritte. Der Raum und die Geschwindigkeit der Bewegung des Klangs im selben wir dabei zur wesentlichen Kategorie in der Soundgestaltung und -erfahrung.

Zugleich betreibt die Gruppe den Offspace und Veranstaltungsraum "Fluc" am Wiener Praterstern für den sie mit zahlreichen internationalen Kunst- und Architekturpreisen ausgezeichnet wurden.
(text: dynamo)

Mehr Information unter http://dynamo.fluc.at/ und http://www.fluc.at



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